Christian Knorr von Rosenroth war in der Pfalzgrafschaft Sulzbach als Hof- und Kanzleirat tätig. Mit dem Fürsten Christian August teilte er viele Interessen und nutzte dafür seine Kontakte zu zahlreichen Gelehrten im In- und Ausland. Sein Lebenslauf und seine Publikationstätigkeit dokumentieren mehrere Internetseiten:
- Artikel von Rosmarie Zeller zu Knorr im Verfasserlexikon Frühe Neuzeit in Deutschland 1620-1720 (erfordert noch eine Authentifizierung, open access 2 Jahre nach Veröffentlichung vorgesehen)
- Wikipedia-Artikel
- Bernhard M. Baron: Art. 'Christian Knorr von Rosenroth'. In: Literaturportal Bayern
- Eintrag zum Autor in der Deutschen Biographie mit zahlreichen weiteren Verweisen
Ein Verzeichnis seiner Werke versucht das Projekt Wikisource.
Ein Porträt von Christian Knorr von Rosenroth ist nicht überliefert. In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts kam die Vermutung auf, dass ein Porträt, das dem Stadtmuseum Sulzbach-Rosenberg geschenkt wurde, Knorr zeige. Auch auf unserer Seite haben wir es verwendet. Dagegen haben Experten erhebliche und sehr triftige Argumente vorgebracht (etwa dass die Kleidung einen Adeligen höchsten Ranges zeige, der zudem auf seine Rolle als Feldherr durch die Kleidung verweist). Wer sich dafür interessiert, findet in der ARD-Mediathek die Sendung 'Kunst und Krempel' des Bayerischen Rundfunks vom 8.11.2025. Statt eines Bildes finden Sie am Kopf unserer Seiten nun eine Kombination eines Ausschnitts aus dem Titelkupfer von Knorrs Ausgabe des Sohar mit der Initiale der Vorrede zu Knorrs Vorrede zu Helmonts Aufgang der Artzney-Kunst. Mit dieser Initiale beginnt das 'Ich', mit dem sich der Übersetzer Knorr selbst bezeichnet. Ob die Instrumente eine Selbstcharakterisierung Knorrs darstellen, mit der sich der Autor auch als Musikliebhaber inszeniert, oder ob es sich um eine eher zufällige Verwendung eines in der Werkstatt Lichtenthalers in Sulzbach vorhandenen Schmuckbuchstaben handelt, lässt sich wohl nicht mehr abschließend entscheiden.